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Gemüse

Gemüse ist der Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile. Die meist ein- oder zweijährigen krautigen Pflanzen wachsen wild oder werden kultiviert. Gemüse ist als Beilage vor allem wegen seines Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen beim Verbraucher beliebt. Man unterscheidet Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kohlgemüse, Blütengemüse, Zwiebelgemüse und Fruchtgemüse. Züchter passen ihre Züchtungsziele kontinuierlich an die sich ändernden Ansprüche der Verbraucher, der Umwelt und des Handels an. Gemüse wurde im Jahr 2015 in Deutschland auf 116.791 Hektar (Freiland und Unterglas) angebaut.

Vielfältig, hochwertig und ganzjährig verfügbar

Bis vor wenigen Jahrzehnten war Kopfsalat beispielsweise ein typisches Frühjahrsgemüse. Im Sommer zeigten die damaligen Sorten eine Tageslängenreaktion und sind geschossen. Durch züchterische Bearbeitung entstanden tagneutrale Sorten, die im Sommer angebaut werden können und dem Verbraucher auch im Sommer zur Verfügung stehen.
Züchterische Leistung zeigt auch das Beispiel Kohl: Kohl ist seit der Römerzeit bekannt. Die Züchter erweiterten die Kohlunterarten durch Kreuzungen: heute sind Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Wirsingkohl, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl und Grünkohl 'in aller Munde'. Später optimierten die Züchter auch den Anbauwert, wobei sie vor allem Ertrag und die Abernteraten steigerten.
Die Entdeckung von Hybridsystemen bei Kohl hat einen bedeutenden Züchtungsfortschritt gebracht. Die Hybridsorten zeigen eine bislang nicht bekannte Uniformität der Bestände und ermöglichen zudem einen wirtschaftlichen Anbau auf Grenzstandorten.
Quelle: Digital Stock
Den sich wandelnden Umweltbedingungen und dem verstärkten Auftreten von Krankheiten und Schädlingen entgegneten die Züchter mit einer Vielzahl resistenter Sorten. Resistenzen bei Salatsorten gegen falschen Mehltau oder bei Blumenkohl, Rosenkohl und Weißkohl gegen Kohlhernie sichern nicht nur den Ertrag, sondern verbessern auch die Qualität des Ernteprodukts.
Aufgrund der starken Nachfrage nach Convenience-Produkten haben Züchter spezifische Sorten mit verbesserten Inhaltsstoffen erzeugt. Auch Eigenschaften für die Weiterverarbeitung konnten verbessert werden. So zerfallen Blattsalate mit einem Schnitt in gleichgroße Blätter. Neue Tomatensorten mit dichtem Fleisch und wenig Saft sind besonders für die Sandwich-Verarbeitung geeignet.

Gemüsezüchtung in der Zukunft

Aufgrund der Herausforderungen wie steigendem abiotischen Stress der Pflanzen durch Trockenheit oder Nährstoffmangel und wachsendem biotischen Stress durch Schädlinge, neue Virosen und Bakterien ist die Resistenzzüchtung auch in Zukunft eines der wichtigsten Betätigungsfelder der Züchter. Vor dem Hintergrund, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter zurückgefahren wird, können neue Forschung- und Züchtungsmethoden helfen, die Gene und ihre Wechselwirkung mit der Umwelt besser zu verstehen und gezielt für die Resistenzzüchtung zu nutzen. Aber auch die veränderten Verzehrgewohnheiten und Anforderungen der verarbeitenden Industrie bestimmen zukünftige Zuchtziele.

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