Vielfalt sichern - Vielfalt schaffen
BDP und Global Crop Diversity Trust informieren anlässlich des Tages der Artenvielfalt über die Bedeutung von Pflanzenzüchtung und dem Schutz Pflanzengenetischer Ressourcen
Bonn, 28.05.2026. Mit einem Gemeinschaftsauftritt auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Botanischen Garten der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn am 31. Mai 2026, unterstreichen die beiden Organisationen ihre Verbundenheit und setzen ein klares Signal an Öffentlichkeit und Politik, dass die Bewahrung der Vielfalt Pflanzengenetischer Ressourcen als Grundlage unserer Ernährung und Landwirtschaft keine Einzelaufgabe ist, sondern nur gemeinschaftlich gelingen kann. Pflanzliche Vielfalt bildet die Grundlage jeder erfolgreichen Pflanzenzüchtung. Sie ermöglicht es, Kulturpflanzen kontinuierlich an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen und Erträge sowie Qualitäten zu sichern. „Ohne genetische Vielfalt auch alter Sorten und neuer Sorten sowie wilder Verwandte gibt es keine Innovation in der Pflanzenzüchtung. Sie ist der Schlüssel, um Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegenüber Klimastress, Krankheiten und Schädlingen zu machen und damit unsere Ernährung langfristig zu sichern“, betont Dr. Carl-Stephan Schäfer, BDP-Geschäftsführer. Neben den bekannten Kulturarten können perspektivisch aber zukünftig auch andere Arten eine Bedeutung für die globale Ernährung einnehmen. Der Schutz und die langfristige Sicherung auch solcher Muster ist daher ebenfalls von Bedeutung und eine Mammutaufgabe. Hierbei spielen Genbanken und internationale Kooperationen entscheidende Rollen, um die Vielfalt für zukünftige Generationen zu bewahren. „Die Sicherung pflanzengenetischer Ressourcen ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Nur durch internationale Zusammenarbeit und langfristiges Engagement können wir die Vielfalt erhalten, die wir für eine nachhaltige und resiliente Landwirtschaft dringend benötigen“, erklärt Stefan Schmitz, Exekutivdirektor des Global Crop Diversity Trust. „Private Sammlungen, Botanische Gärten und Genbanken sind das Rückgrat dieses Engagements und müssen unterstützt werden.“ Anhand der in direkter Nachbarschaft zum Gemeinschaftsstand wachsenden Erbsensorte „Kleine Rheinländerin“ kann dieses Zusammenspiel gut nachvollzogen werden. Diese sehr alte und regionale Erbsensorte wird seit vielen Jahren im Botanischen Garten Bonn angebaut und so erhalten. 2023 wurde Saatgut dieser Sorte in die weltweit größte Genbank, dem Saatguttresor auf Spitzbergen, eingelagert, um zusammen mit 1,3 Millionen anderen Saatgutmustern unter perfekten Lagerungsbedingungen langfristig für künftige Generationen verfügbar zu sein. Passenderweise verlängert die beim BDP angesiedelte Gregor Mendel Stiftung die seit 2016 bestehende Patenschaft für die Kleine Rheinländerin im Botanischen Garten Bonn um weitere 10 Jahre.
Besucherinnen und Besucher des „Markt der Möglichkeiten“ haben anhand vieler Mitmachaktionen die Gelegenheit, sich vor Ort über die Arbeit von Pflanzenzüchtern und internationalen Organisationen zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu informieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Kontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP)
Kerstin Schlemmer
Referentin für Verbandskommunikation
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn
Tel.: 0228 98581-285, Fax: -19
E-Mail: kerstin.schlemmer@bdp-online.de
www.bdp-online.de
www.diepflanzenzuechter.de