zum Inhalt springen

zur Navigation springen

 

Raps

Raps - Brassica napus
(Winterraps, Sommerraps)
Raps hat sich von einem unbedeutenden Lampenöl zum hochwertigen Speiseöl und eiweißreichen Futtermittel entwickelt. Die Wertschätzung für die Fruchtart wächst seit den 1990er Jahren stetig an. Raps ist die Ölpflanze mit dem zweithöchsten Weltmarktanteil. Die Schätzung für die globale Rapsernte 2015/2016 liegt bei 67,68 Mio. Tonnen Rapssaat, womit die Produktion mehr als um ein vierfaches über der Produktion Anfang der 1980er Jahre liegt. In Europa werden fast ausschließlich 00-Rapssorten als Winterraps angebaut. Mit rund 1,33 Millionen Hektar zur Ernte 2016 ist die Anbaufläche von Raps in Deutschland seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau stabil.

Vielseitige Verwertung von Raps

Raps wird weltweit zur Gewinnung von Rapsöl angebaut. Als ernährungsphysiologisch wertvolles Öl gewinnt er für die menschliche Ernährung zunehmend an Bedeutung. Weitere Produkte der Rapsölgewinnung sind Pressrückstände für die Tierfütterung, wie eiweißreiche Rapskuchen, Rapsexpeller oder Rapsextraktionsschrot. Menschen nutzten Raps schon im späten Mittelalter als Energielieferant. Auch heute werden Rapssorten für umweltfreundliche und biologisch abbaubare Farben und Lacke verwendet. Darüber hinaus kann Raps zu einem klimafreundlichen Biodiesel verarbeitet werden und somit den Ausstoß von CO2 verringern.

Doppel-Null als Durchbruch

Die Züchtung hat den aufgrund seiner Inhaltsstoffe für die menschliche und tierische Ernährung ungeeigneten Raps zu einem wertvollen Nahrungs- und Futtermittel gemacht und seine Verwendungsmöglichkeit vervielfacht. Der hohe Anteil an unverträglicher Erucasäure und Glucosinolaten schränkte die Verwendung von Raps als Lebens- und Futtermittel bis zu den 1970er Jahren stark ein. 1974 kamen die ersten erucasäurefreien Sorten auf den Markt. Im Jahr 1985 setzte sich die erfolgreiche Züchtungsarbeit durch die Etablierung der 00-Rapssorten fort (Doppel-Null-Raps). Rapsschrot ist in der Veredlung ein wichtiger Proteinträger. Landwirte können auf eine Vielzahl unterschiedlicher Rapssorten für ihre Anforderungen und Standorte zurückgreifen. Im Jahr 2015 waren 60 Rapssorten in Deutschland zum Anbau zugelassen. Hinzu kommen zahlreiche über den gemeinschaftlichen Sortenkatalog der EU vertriebsfähige Sorten.

Weitere Verbesserungen in Zukunft

Schon heute tragen Hybridsorten zur weiteren Ertragssteigerung und konstanten Ertragsleistungen bei. Mit Hilfe biotechnologischer Zuchtmethoden könnten wichtige Zuchtziele wie Verbesserungen der Inhaltsstoffe erreicht und das Sortenspektrum noch weiter bereichert werden. Dabei stehen Erträge, Ölgehalt, Krankheitsresistenzen, Standfestigkeit und neue Fettsäuremuster im Fokus der züchterischen Arbeit.

zum Seitenanfang

Aktuelles
Meldungen aus der Branche.
Downloads
Informationen zum Herunterladen.
Stellenmarkt
Jobs mit Zukunft.
Anfahrt
So finden Sie den Weg zu uns.