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Project Results

Project Results

Zur Analyse der Virulenzsituation des Roggenschwarzrostes in den wichtigsten deutschen und polnischen Anbaugebieten wurden insgesamt 194 Einsporisolate aus insgesamt 97 eingesendeten schwarzrostbefallenen Stängelproben hergestellt.
  1. Das Inokulum für alle Feldversuche konnte in beiden Versuchsjahren in ausreichender Menge produziert und an alle polnischen und deutschen Projektpartner versendet werden.
  2. Die Blattsegmenttests zur Identifikation neuer rassenspezifischer Resistenzgene von Inzuchtlinien und selbstinkompatiblen Populationen wurden erfolgreich durchgeführt.
  3. Die Feldversuche konnten an allen polnischen und deutschen Standorten erfolgreich wie vorgesehen durchgeführt werden. Aussaat, Inokulation und Bonituren wurden an allen Standorten erfolgreich abgeschlossen und die Daten standen der UHOH zur Analyse zur Verfügung. Trotz hoher Umwelteffekte und auch Genotyp×Umwelt-Interaktionen war die Wiederholbarkeit/Heritabilität hoch. Es gab signifikante Unterschiede zwischen resistenten und anfälligen Genotypen.
  4. Die Genotypisierung mit dem 10k-Chip lieferte eine hohe Markerdichte auf den Kopplungskarten. Die QTL-Analyse zeigte sowohl quantitative als auch qualitative Vererbung der Schwarzrostresistenz verschiedener Quellen. Ein einzelner SNP-Marker auf Chromosom 7R erklärte in zwei unabhängig erstellten Populationen 73 % bzw. 91 % der phänotypischen Varianz und wurde an der gleichen Stelle detektiert. Ein daraus entwickelter KASP-Marker, der für die beteiligten KMU einfach einzusetzen ist, erzielte gleiche Ergebnisse und kann in Kombination mit den resistenten Genotypen direkt in den Züchtungsprozess integriert werden.
  5. Alle Genotypen konnten erfolgreich mit Markern analysiert werden. Es wurde eine eindeutige Populationsstruktur festgestellt die mit den fünf verwendeten genetischen Ressourcen übereinstimmt. Ungleichmäßige Verhältnisse zwischen resistenten und anfälligen Genotypen führten zu keiner signifikanten Assoziation in drei Populationen. In den beiden weiteren waren zwei einzelne Marker über alle Isolate signifikant. Da Loci dieser Marker außerhalb der in AP4 identifizierten Loci liegen, sind diese vielversprechend für die weitere Anwendung und neue Resistenzquellen.
Der ausführliche Gesamtbericht kann über die GFPi-Geschäftsstelle bezogen werden:
gfpi@bdp-online.de
Förderhinweis:
Das IGF-Vorhaben 156 EN der Forschungsvereinigung GFPi e. V. wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages gefördert.

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