zum Inhalt springen

zur Navigation springen

 
Ein Rückblick auf die Geschichte der Pflanzenzüchtung und der GFPi
2015
Im Jahr 2015 haben sich die Mitglieder des Wirtschaftsverbund PflanzenInnovation e.V. (WPI) und der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V. (GFP) entschlossen, ihre Stärken und Interessen in einer gemeinsamen Organisation, der GFPi e.V., zu bündeln. Die mehr als 100-jährige Tradition der ehemaligen GFP - das Prinzip der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung - bleibt ebenso erhalten wie die Möglichkeit Verbundprojekte durchzuführen, die vorher typische Forschungskooperationen des WPI e.V. waren.
2012
Gründung der Forschungs- und Züchtungsallianz proWeizen als Initiative der GFPi
2011
GFP-Strategiepapier
Schlüsseltechnologie Pflanzenzüchtung - Herausforderung für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im 21. Jahrhundert
2010
DLG-/GPZ-/GFP-Symposium "Ertragsbildung bei Weizen" März 2010, Bonn
2009
Veröffentlichung der Petersberger Thesen zur Pflanzenforschung
2008
Zusammenführung verschiedener Bundesforschungsanstalten (BAZ, BBA, FAL) zum Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg.
100 Jahre GFP in Berlin.
Vorsitzender: Dr. Rheinhard von Broock
2007
Erfolgreiche Resistenzzüchtung gegen den eingeschleppten, invasiven Maiswurzelbohrer.
2001
Beginn von internationalen Forschungskooperationen in der Pflanzenforschung mit Partnern in Frankfreich, Spanien und Kanada.
Gemeinsames EU-Verbindungsbüro GFP e. V. / FEI e. V. (Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI))
1998
Auf Initiative der GFP startet das Bundesforschungsministerium (BMBF) das Forschungsprogramm "Genomanalyse im biologischen Systems Pflanze" (GABI). Gründung des Wirtschaftsverbundes "Pflanzengenomforschung GABI" (WPG), Vorsitzender: Dr. Andreas J. Büchting, Einbeck
1997
Gründung der GFP-Patentstelle, angesiedelt bei der GVS, zum Schutz von Ergebnissen der GFP-Gemeinschaftsforschung.
1996
Vorsitzender (1996-2008): Dr. Drs. h.c. Andreas J. Büchting
Gründung des GFP-Verbindungsbüro zur Europäischen Union in Brüssel
1995
GFP/BMFT-Verbundsforschungsvorhaben "Bioengineering für Rapssorten nach Maß" von Universitäts- und Max-Planck-Instituten, Pflanzenzuchtunternehmen und der Nachungsmittelindustrie mit dem Ziel, einen "Transgenen Zuchtgarten" einzurichten.
1993
Erste Freilandversuche in Deutschland mit transgenen Kulturpflanzen (Zuckerrüben, Kartoffeln) in Wetze durch die KWS Kleinwanzlebener Saatzucht AG, Einbeck.
1990
Inkrafttreten des ersten Gentechnikgesetzes (GenTG) in Deutschland am 1. Juli 1990.
1989
Fall der Berliner Mauer und Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990.
Erster großflächiger Freilandversuch mit transgenen Petunien im Max-Planck-Institut in Köln-Vogelsang.
1984
Eintragung der drei ersten Hybridsorten von Winterroggen auf Basis des seit 1967 von Hartwig H. Geiger und F. Wolfgang Schnell in Hohenheim entwickelten Pampa-CMS-Systems.
1983
Vorsitzender (1983-1996): Dr. Peter Franck
1981
Jozef Stefaan (Jeff) Schell gelingt in Köln-Vogelsong erstmals die molekulare Übertragung und Ausprägung eines artfremden Gens in Tabak.
1978
Erzeugung von somatischen Hybriden durch Fusion von Protoplasten aus Tomaten und Kartoffeln durch Georg Melchers und Mitarbeiter, Tübingen
1975
Erzeugung von homozygoten doppelhaploiden (DH-)Linien durch In-vitro-Kultur von Mikrosporen bei Raps (Thomas und Wenzel) und von Antheren der Gerste (Foroughi-Wehr).
1972
Gründung der "Gesellschaft für Erwerb und Verwertung landwirtschaftlicher Pflanzensorten" (GVS) beim BDP in Bonn zur Nutzung des Zuchtmaterials aus GFP-Forschungsprogrammen.
1967
GFP-Forschungsvorhaben M1/66 zur Erarbeitung von züchterisch effizienten Nachweismethoden als Voraussetzung für die Züchtung von erucasäurefreien 0-Rapssorten (1974) sowie gleichzeitig glucosinolatarmen 00-Qualitätsrapssorten (1987).
1966
Drastische Verminderung des Arbeitsbedarfs im Zuckerrübenanbau durch monogerme Zuckerrübensorten
1965
Neugründung der GFP als "Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen landwirtschaftlichen Pflanzenzüchtung" in Hannover.
Vorsitzender (1965-1983): Dr. Carl-Ernst Büchting
1964
Gründung der "Hans-Ulrich Hege Saatzuchtmaschinen", Hohebuch, deren "Hege 125" als Mähdrescher für Versuchsparzellen wie später auch die Hege-Parzellen-Sämachinen weltweite Verbreitung erreichen.
1962
Zusammenschluss der drei Züchterverbände zum Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), Bonn.
Vorsitzender (1961-1980): Dobimar von Kameke
1961
Erste nematodenresistente Kartoffelsorte 'Antinema' wird für den Züchter Raddatz-Hufenberg in Scharnhorst/Habighorst in die deutsche Sortenliste eingetragen.
Gründung der UPOV (Union internationale pour la protection des obtentions végétales) in Paris. Deutschland und sieben weitere Staaten unterzeichnen das internationale Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtung.
1955
Einführung des Mähdrusches und Entwicklung kürzerer, standfesterer Getreidesorten.
1953
Gesetz über Sortenschutz und Saatgut, Einrichtung des Bundessortenamtes in Rethmar, später Hannover. In der DDR wird für diese Funktion 1955 die Zentralstelle für Sortenwesen in Nossen gegründet.
Vorschlag für die molekulare Struktur der Erbträger (Gene) als DNA-Doppelhelix (Watson und Crick, England).
1950
Gründung der Arbeitsgemeinschaft landwirtschaftlicher Pflanzenzüchterverbände, Geschäftsführer: C. H. Roemer, Frankfirt/Main
Gründung der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hybridmais" und Initiierung von vier Zuchtprogrammen durch Wilhelm Rudorf, Voldagsen, gleichzeitig Beginn der Hybridmaiszüchtung in Bernburg
1946
Gründung einer "Vereinigung der Saatzüchter" in der SBZ und Errichtung der "Deutschen Saatzucht-Gesellschaft" (DSG) mit Sitz in Berlin, später Quedlinburg. Aufbau des Instituts für Kulturpflanzenforschung mit Genbank in Gatersleben, Direktor: Hans Stubbe
In den drei westlichen Besatzungszonen Gründungen: "Verband der Pflanzenzüchter" (VdP) 1945, "Verband Bayerischer Pflanzenzüchter" (VBP) 1946, "Verband Südwestdeutscher Pflanzenzüchter" (VSWP) 1946
1945
Ende des Zweiten Weltkrieges, Massenflucht aus Ostdeutschland. 34 von 74 Pflanzenzuchtbetrieben gehen in den Westen. Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ).
1942
Nachweis einer mehltauresistenten Mutante durch Freileben und Lein, Universität Halle/Saale, in einer anfälligen Gerstensorte nach Röntgenbestrahlung.
Reinhold von Sengbusch beginnt die Erdbeerzüchtung, aus der 1954 die weltweit über viele Jahrzehnte unerreichte Sorte 'Senga Sengana' hervorgeht.
1939
Beginn des Zweiten Weltkrieges, Einführung der "totalen Kriegsnährungswirtschaft"
1933
Machtergreifung der Nationalsolzialisten in Deutschland, Aufbau des Reichsnährstands und Proklamation der "Erzeugungsschlacht".
- Auflösung der GFP
1929
Kurssturz an der New Yorker Börse ("Schwarzer Freitag"), ausgelöst durch überschießende Getreideproduktion infolge Mechanisierung der Landwirtschaft Nordamerikas.
1928
Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Züchtungsforschung in Müncheberg/Mark. Baur und seine Schüler entwickeln eine erste genetische Chromosomenkarte am Löwenmaul (Antirrhinum majus).
Massenauslese auf spontane alkaloidfreie Mutanten der Lupine mittels einer einfachen, nicht destruktiven Samenprüfung durch Reinhold von Sengbusch.
1927
5. Internationaler Kongress für Vererbungslehre in Berlin unter dem Vorsitz von Erwin Baur mit Vorträgen von Muller, USA, über erste erfolgreiche Mutationsauslösung und Vavilov, UdSSR, über die Genzentren der Kulturpflanzen.
1924
Demonstration des Gigas-(Riesen-)Wuchses von polyploiden Pflanzen durch Fritz von Wettstein, Göttingen.
1919
Geburtsstunde der »Grünlandbewegung« in Steinach/Bayern und Beginn der systematischen Futtergräserzüchtung.
1916/17
»Steckrübenwinter« als Folge einer totalen Missernte bei Kartoffeln im Sommer 1916 nach epidemischem Phytophthora- Befall.
1914
Beginn des Ersten Weltkriegs
Der erste Lehrstuhl für Vererbungslehre entsteht an der Königlich Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin mit Erwin Baur als Lehrstuhlinhaber.
1909
«Primadonna» von der Firma Ernst Benary, Erfurt, die welterste tetraploide F1-Hybridsorte von Begonia semperflorens
1908
Gründung der Gesellschaft zur Förderung deutscher Pflanzenzucht (GFP) am 18. Februar im Architektenhaus in Berlin. Vorsitzender der GFP (1908-1933): Ludwig Kühle

zum Seitenanfang