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Neue Rahmenbedingungen

Themen wie die Sicherung der Welternährung, die Folgen des Klimawandels und die Verfügbarkeit fossiler Energieträger stehen weltweit im Mittelpunkt der Diskussionen. Im Rahmen der Gemeinschaftsforschung haben die in der GFPi organisierten Pflanzenzüchter Lösungsansätze für diese vordringlichen Aufgabenfelder erarbeitet. Sie sind der festen Überzeugung, dass rasche Fortschritte in der Pflanzenzüchtung und in der Landwirtschaft dazu beitragen können und müssen, die globalen Herausforderungen zu lösen.
Steigender Verbrauch
Der Gesamtbedarf der Menschheit an Nahrungsmitteln und Nutzpflanzen nimmt mit dem rasanten Bevölkerungswachstum exponentiell zu. Dennoch ist es bisher gelungen, die ansteigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln weitgehend zu befriedigen. Schätzungen zufolge beruht etwa die Hälfte aller Ertragssteigerungen in der Pflanzenproduktion auf Fortschritten in der Pflanzenzüchtung. Daneben trugen Düngung, Pflanzenschutz und neue Agrartechniken zum Leistungsanstieg bei. In den zurückliegenden 100 Jahren konnte zum Beispiel der Weizenertrag je Hektar in Deutschland mehr als vervierfacht werden.
Schlüsselrolle Pflanzenzüchtung
Die Anforderungen von Verbrauchern und Produzenten an die Eigenschaften von Lebens- und Futtermitteln sind kontinuierlich gewachsen - und werden dies auch in Zukunft weiter tun. Während die Leistungssteigerungen in der Pflanzenproduktion noch in den letzten Jahrzehnten in starkem Maße durch Innovationen in Chemie und Technik vorangetrieben wurden, wird in Zukunft der Pflanzenzüchtung eine Schlüsselrolle zukommen. Um den Wünschen zu entsprechen und den Züchtungsfortschritt zu beschleunigen, setzen die Züchter neueste Technologien ein.
Aufgabe der künftigen Züchtungsarbeit wird es sein, Gene oder Biosyntheseschritte der Pflanze so zu steuern, dass verbesserte Produkteigenschaften entstehen. Die hierfür notwendige, umfangreiche Forschungsarbeit wird in verschiedenen nationalen und europäischen Forschungsprogrammen vorangetrieben. Pflanzenzüchter und Züchtungsforscher sind bereit, ihre Ideen einzubringen und ihre Erkenntnisse zur Lösung von Zukunftsproblemen einzusetzen. Damit können hohe, bisher nicht erreichbare Zuchtziele angegangen werden. Dies sind unter anderem Pflanzen mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Schadfaktoren oder Pflanzen mit spezifisch auf die Ernährung von Menschen und Tieren zugeschnittenen Inhaltsstoffen. Auch zur Erzeugung neuartiger Industrierohstoffe, zum Beispiel biologisch abbaubarer Werkstoffe, werden biotechnologische Methoden genutzt. Die Züchtungserfolge verschaffen Landwirten und Verbrauchern ökonomische Vorteile und entlasten gleichzeitig die Umwelt.

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