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DLG/GFP-Symposium-Klimawandel: Züchtung für extreme Umwelten

Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der DLG, hob die Bedeutung der Pflanzenforschung und Züchtung für die Landwirtschaft hervor. "Fortschritt zur Steigerung nachhaltiger Produktivität ist praktizierte Verantwortung zur globalen Ernährungssicherung", sagte Bartmer in seiner Eröffnungsrede.
Vom 25.-26. März 2009 hat in Bonn das Symposium "Klimawandel - Züchtung für extreme Umwelten" stattgefunden. Über 150 Wissenschaftler und Branchenvertreter haben gemeinsam Lösungsansätze für die dringlisten Herausforderungen der Zukunft erarbeit.

Pflanzenzüchtung ist eine Schlüssetlechnologie

Extreme Witterungsverhältnisse haben seit Menschengedenken zu Missernten und katastrophalen Hungersnöten geführt. Zusätzlich zu diesen mittel- und langfristig nicht vorhersehbaren Ereignissen wird jetzt - wegen der deutlichen Erhöhung des CO2-Gehaltes in der Erdatmosphäre - eine Erwärmung des Weltklimas vorausgesagt. Sie wird verbunden sein mit häufigeren Dürren und Überschwemmungen sowie Stürmen aufgrund hoher Temperaturdifferenzen. Da es nur einen sehr begrenzten Schutz vor den Folgen kurzfristig eintretender klimabedingter Katastrophen gibt, ist es umso wichtiger, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Erträge dauerhaft zu sichern und die Nutzpflanzenerzeugung stärker auf Nachhaltigkeit auszurichten. Dabei spielt die Pflanzenzüchtung eine entscheidende Rolle.
»Wir müssen jetzt Zukunft gestalten«, sagte Dr. Reinhard von Broock, Vorsitzender der GFP. »Wenn es uns gelingt, die bisher gewonnenen Erkenntnisse weiterzuentwickeln und enger zu vernetzen, können wir den witterungsbedingt auftretenden Extrembedingungen begegnen.«

Stärkere Vernetzung der Wissenschaften gefordert

Erste wichtige Lösungsansätze und Forschungsansätze wurden von hochrangigen Wissenschaftlern im Rahmen des Symposiums vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung werden diese Vorträge in der Buchreihe »Vorträge Pflanzenzüchtung« in naher Zukunft veröffentlicht.
Die Wissenschaftler und Züchter sehen nach intensiven Diskussionen viel versprechende Lösungsansätze. In dem Symposium wurden gemeinsame Eckpunkte für die Zukunft der Pflanzenforschung erarbeitet: Eine engere, interdisziplinäre Vernetzung von Züchtungsforschung, Pflanzenernährung, Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie sowie die Weiterentwicklung und Nutzungsmöglichkeiten neuer Technologien und eine angemessene Forschungsförderung, die eine Einbindung verschiedener Institutionen im universitären und außeruniversitären Bereich ermöglicht.

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DLG/GFP-Symposium:

Mit Forschung Zukunft gestalten

Bonn, 26.03.2009. Pflanzenforschung und -züchtung müssen weiter gestärkt werden, um die Auswirkungen der vorhergesagten Witterungsextreme für die Landwirtschaft aufzufangen und nachhaltige Produktionsweisen auf den Weg zu bringen. Zu diesem Fazit kommen die Experten des wissenschaftlichen Symposiums »Forschung gestaltet Zukunft - Klimawandel: Züchtung für extreme Umwelten". Die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V. (GFP) organisierte Veranstaltung ging heute zu Ende. Mehr (PDF, 27,86 KB)
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