Forschung in der GFP

Die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzen­züchtung e. V. (GFP) koordiniert Gemein­schafts­for­schungs­vor­haben im Bereich der Pflanzen­­züchtung. Sie ist ein Zusammen­schluss von 60 mittelständischen Pflanzen­zucht­unter­nehmen in Deutschland (Stand 2010). Nach intensiver Diskussion mit Wissenschaft, praktischen Pflanzenzüchtern und Administration erarbeitet die GFP Empfehlungen für die gemeinschaftlichen Forschungsaktivitäten. Die Durchführung von Forschungsprojekten in öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen wird durch Eigenleistung aus der Wirtschaft unterstützt.
Ein besonderes Anliegen der GFP ist die Verbreitung der Forschungsergebnisse im Sinne der Gemeinschaftsforschung sowie die schnelle Umsetzung der Erkenntnisse in die züchterische Praxis.
Narbenäste mit keimenden Roggenpollen
Die gemeinnützige Einrichtung GFP setzt die zweckgebunden eingeworbenen öffentlichen Forschungsgelder in Verbindung mit privaten Mitteln ausschließlich zur Bearbeitung von aktuellen Forschungsthemen in der Pflanzenzüchtung ein. Die Unternehmen beteiligen sich außer mit finanziellen Beiträgen auch durch die Übernahme von Feldversuchen und die Bereitstellung von Gewächshäusern und Laborkapazitäten. Sie stellen zudem aktuelles Zuchtmaterial aus dem unternehmenseigenen Genpool zur Verfügung. Von öffentlicher Seite unterstützen das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Europäische Kommission und die landwirtschaftliche Rentenbank die gemeinschaftlichen Forschungsarbeiten.

Die wichtigsten Forschungsziele der GFP sind:

  • Steigerung der Erträge
  • Verbesserung der Nährstoffverwertung von Pflanzen
  • Erhöhung der Resistenz/Toleranz gegen biotischen (z.B. Pilze, Viren, Nematoden, Bakterien) und abiotischen (z.B. Temperatur, Wasserstress) Stress
  • Verbesserung und Sicherung der Rohstoffqualität von Pflanzen
  • Erarbeitung von Schnellmethoden zur Erfassung von Inhaltsstoffen     

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DLG/GPZ Symposium 2010: Ertragsbildung bei Weizen"

Gemeinsam mit der DLG und der GPZ lud die GFP Anfang März 2010 zu dem Symposium "Ertragsbildung bei Weizen" ein. Etwa 120 Experten aus Wisssenschaft, Wirtschaft und Administration diskutierten über neuartige Forschungsansätze zu den Themen "Diversität und Genomik", "Ertragspysiologie", "Abiotischer Stress", "Zuchtmethodik" und "morphologische und systembiologische Ansätze". Gleichzeitig wurde deutlich, dass in allen diesen vorgenannten Themenbereichen ein immenser Forschungsbedarf herrscht. Entsprechend wird die GFP ein Forschungskonzept für die Kulturart Weizen entwickeln und dieses mit den zuständigen Bundesministerien diskutieren.

GFP feierte in 2008 ihr 100-jähriges Bestehen

10. März 2008, Die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) blickte bei dem Festakt anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem nach vorne: Sie wird auch in Zukunft verstärkt in solche Pflanzenforschungsprojekte zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft investieren. Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan würdigte in ihrer Festrede die Leistungen der GFP und will die erfolgreiche Zusammenarbeit in Zukunft fortsetzen.