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Mais

Mais - Zea Mays
(Körnermais, Silomais)
Der ursprünglich aus Mexiko stammende Mais ist heute die wichtigste Getreideart weltweit und in vielen Ländern das Grundnahrungsmittel Nummer Eins. Die anteilig größten Maisproduzenten sind die USA, China und Brasilien. In Deutschland führte vor allem die Entwicklung klimaadaptierter Hybridsorten ab 1950 zu einer wirtschaftlich bemerkenswerten Anbauausdehnung auf 2,5 Millionen Hektar im Jahr 2015.

Stetige Verbesserung

Die kontinuierliche, züchterische Verbesserung der Hybridsorten in Bezug auf Standfestigkeit, Resistenzeigenschaften und Abreifeverhalten machten Mais als Kulturpflanze immer interessanter für den Anbau in Deutschland. Die Erträge stiegen in den vergangenen 40 Jahren bei Körnermais von durchschnittlich 34 auf 90 Dezitonnen pro Hektar und bei Silomais von 330 auf 430 Dezitonnen pro Hektar Frischmasse. Die Sortenvielfalt ist deutschlandweit bei Mais inzwischen so groß, dass für die unterschiedlichsten Regionen und Böden und Nutzungsrichtungen angepasste Sorten zur Verfügung stehen. Im Jahr 2015 sind in der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes 307 Maissorten aufgeführt.

Drei Viertel verfüttert

Nach den geernteten Pflanzenteilen unterscheidet man drei Verwendungsarten für Mais:
  • Silomais: Gesamtpflanze wird nach der Ernte gehäckselt und als Silage konserviert.
  • Körnermais: Körner werden geerntet und getrocknet.
  • Corn-Cob-Mix: Nur die Kolben werden geerntet, gemahlen und siliert.
Ungefähr 60 Prozent des in Deutschland angebauten Maises werden an Nutztiere verfüttert. Der Mais von einem Hektar Fläche reicht aus, um 30 Schweine oder 6 Rinder zu mästen, 15.000 Liter Milch oder 60.000 Eier zu erzeugen. Der für die Lebensmittelindustrie angebaute Körnermais wird zu Maismehl, Maisgrieß oder Cornflakes verarbeitet. Als nachwachsender Rohstoff gewinnt Mais an Bedeutung: Die aus Mais gewonnene Stärke ist ein industrieller Grundstoff für die Herstellung von Papier, Klebstoffen, kompostierbaren Folien und Verpackungen. Eine bedeutende, in den vergangenen Jahren stark gewachsene Verwertung stellt die Nutzung von Mais als Energiepflanze zur Biogas- und Stromerzeugung dar.

Neue Ansätze nutzen

Das genetische und damit für den Züchter nutzbare Potenzial ist noch nicht erschöpft. Mit Hilfe biotechnologischer Methoden wie der Gentechnik können zusätzlich wichtige Zuchtziele, wie verbesserte Resistenzen oder Stressverträglichkeiten, schneller erreicht werden. Ergebnisse aus der Genomforschung bieten heute neue Ansätze, Gene und deren Wirkungsweisen mit der Umwelt besser zu verstehen.
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