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Weizen

Weizenarten - Triticum spec.
(Weichweizen, Hartweizen, Einkorn, Emmer, Dinkel)
Weizen ist heute weltweit, in Europa und in Deutschland das flächenmäßig bedeutendste Getreide. Ursprünglich stammt Weizen aus dem vorderen Orient. Seine Urformen sind Emmer und Einkorn, die über Jahrtausende zu den heutigen Kulturformen weiterentwickelt wurden. Weizen zählt zu den Selbstbefruchtern. In den Zwitterblüten findet die Befruchtung meist statt bevor sich die Blüten entfalten. In seltenen Fällen kann es auch zu Fremdbefruchtung kommen.

Züchtungsfortschritte bei Ertrag, Qualität und Gesundheit

Heutige Weizensorten stehen für erfolgreiche Züchtung in den vergangenen 100 Jahren. Bereits 1880 erhielt Wilhelm Rimpau durch gezielte Kreuzung erste leistungsfähige Weizensorten. In jahrelangen Züchtungsprozessen konnten mit Hilfe der klassischen Linienzüchtung die Ertragsleistungen, Krankheitsresistenzen und agronomischen Eigenschaften wie Stand- und Winterfestigkeit deutlich verbessert und Erträge gesteigert werden. Die mittleren Felderträge in Deutschland erhöhten sich in den vergangenen 100 Jahren von 20 auf 80 Dezitonnen pro Hektar. 2016 lag der durchschnittliche Ertrag bei Winterweizen bei 76,8 Dezitonnen pro Hektar, Sommerweizen bei 55,8 Dezitonnen pro Hektar. Auch hinsichtlich der Mahl- und Backeigenschaften konnten die Züchter große Erfolge erzielen: Brotweizen hat sich in Deutschland vom Import- zum Exportgut entwickelt. Im Jahr 2016 konnten Landwirte dank der umfangreichen züchterischen Arbeit bei den Weizenarten auf 215 verschiedene Sorten zugreifen, um standortangepasste und verarbeitungsspezifische Sorten auszuwählen. Die Anbaufläche lag 2016 bei 3.216.000 Hektar und die Erntemenge in Deutschland betrug 24,5 Mio. Tonnen. Weizen wird in unserer Klimazone als Winterweizen mit der Aussaat im Herbst und der Ernte im darauf folgenden Sommer oder als Sommerweizen mit der Aussaat im Frühjahr und der Ernte im Sommer des gleichen Jahres angebaut.

Multitalent Weizen

Weizen ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Menschheit. Auch als Futtermittel spielt Weizen weltweit eine große Rolle. Neben seinen hervorragenden Backeigenschaften wird er auch zur Herstellung von Grieß, Bier, Stärke und Weizenkeimölen sowie zur industriellen Produktion von Kleber, Papier und Kosmetika verwendet. Immer größere Bedeutung gewinnt die Verwendung von Weizen zur Bioethanolerzeugung.

Ertragssteigerungen für weiter wachsende Weltbevölkerung

Aufgrund der weiter steigenden Weltbevölkerung und dem zunehmenden Getreideverbrauch konzentrieren die Züchter ihre Arbeit auf weitere Ertragssteigerungen. Neben herkömmlichen Züchtungsverfahren liefern moderne Methoden wie die Genomforschung und Biotechnologie viel versprechende Ansätze, auch in Zukunft weitere deutliche Ertragszuwächse zu erreichen. Die Weiterentwicklung der schon erfolgreich eingesetzten Hybridzüchtung könnte einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Neben dem Ertrag bleiben Krankheitsresistenzen sowie Back- und Futterqualität weiterhin wichtige Züchtungsziele.

Deutschland ist führend

Lesen Sie hier mehr über die Züchtungserfolge bei Weizen im internationalen Vergleich.

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