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Wettbewerbsfähig im globalen Markt

Agrarwirtschaft und Ernährungsindustrie in Deutschland sind gefordert, die Produktion und den Absatz ihrer heute bereits hochwertigen Nahrungsmittel weiter zu verbessern, um langfristig im - immer härter werdenden - internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Auf die Globalisierung und Liberalisierung der Handelsbeziehungen reagieren die Unternehmen je nach Größe und Branche sehr unterschiedlich. Die einen versuchen durch Kooperationen und Fusionen die »kritische Größe« zu erreichen, andere setzen auf eine zunehmende Differenzierung und Spezialisierung.
Gemeinsam forschen
Die Suche nach einer Effizienzsteigerung im Ackerbau ohne Qualitätseinbußen führt zwangsläufig zu wachsenden Anforderungen an das Saat- und Pflanzgut. Zur Sicherung der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft - mit einem aktuellen Jahresumsatz von 245 Milliarden Euro und 4,5 Millionen Arbeitsplätzen - sind deshalb Ausbildung und Forschung im Innovationsfeld Pflanze essenziell. Sie stellen die zentralen Bausteine unserer wissensbasierten Gesellschaft dar und garantieren den wirtschaftlichen Erfolg von morgen.
In Zukunft wird es darauf ankommen, Kulturpflanzen für spezifische regionale Anforderungen zu züchten, die bei einer hohen - genetisch vorgegebenen - Ertragssicherheit und Produktqualität so weit wie möglich gegen Stressfaktoren resistent oder tolerant sind. Diese anspruchsvollen Ziele können nur mit einem hohen Forschungsaufwand erreicht werden, der die Möglichkeiten kleinerer Betriebe häufig übersteigt. Deshalb haben sich rund 58 in Deutschland ansässige private Pflanzenzüchtungsunternehmen, die überwiegend mittelständisch strukturiert sind, in der GFPi zusammengeschlossen, um die vorwettbewerbliche Forschung zu intensivieren.
Nachwuchs fördern
Durch diese Form der Gemeinschaftsarbeit halten die deutschen Pflanzenzüchter den Anschluss an die weltweite biologische Wissensentwicklung und sichern sich gleichzeitig die Möglichkeit, die Pflanzenzüchtung am Standort Europa eigenständig auszubauen. Zudem können sie so zur Ausbildung von qualifiziertem wissenschaftlichen Nachwuchs in universitären Kompetenzzentren beitragen. Die Nachwuchswissenschaftler stehen anschließend der deutschen Forschung sowie der Land- und Ernährungswirtschaft zur Verfügung.
Kooperationen nutzen
Dank der gemeinschaftlichen Arbeit werden wissenschaftliche Grundlagen schneller analysiert und so der züchterische Fortschritt beschleunigt. Dies geschieht einerseits durch branchenübergreifende Kooperationen auf horizontaler Ebene, beispielsweise in den Bereichen Pflanzen- und Tierforschung, Ernährungsforschung sowie Gesundheitsforschung. Andererseits sind die Kooperationen auf die Wertschöpfungskette ausgerichtet - von der agrarischen Erzeugung bis zum verkauften Produkt. Dabei bezieht die GFPi alle Partner ein, die an der Entwicklung innovativer Produkte beteiligt sind, beispielsweise durch Forschungsverbünde zwischen öffentlichen Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen.
Die GFPi trägt wesentlich dazu bei, die Struktur und die eigenständige Arbeit der deutschen Pflanzenzüchter auch für die Zukunft zu sichern. Mithilfe der von ihr geförderten Forschungsprojekte werden außerdem moderne und attraktive Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und Kulturpflanzen entwickelt, die der gesamten Wertschöpfungskette und den Konsumenten einen Nutzen bieten. Dieser hohe Anspruch, den die GFPi an sich und ihre Arbeit hat, wird auch der Maßstab für das zweite Jahrhundert ihres Bestehens sein.

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