Forschung und Entwicklung

Der Keim der Innovation liegt in der Forschung. Neue Initiativen, wie zum Beispiel die Pflanzengenomforschung, sind nicht allein für die Pflanzenzüchtung von bahnbrechender Bedeutung. Die Nutzung eines solchen Innovationspotenzials kommt der gesamten Volkswirtschaft, insbesondere der sich zunehmend auf den Weltmarkt orientierten Landwirtschaft zugute. Nicht zuletzt stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) beträgt nahezu 17 Prozent in der Pflanzenzüchtung. Die Intensität der Forschungsaktivitäten spiegelt sich ebenfalls in der hohen wissenschaftlichen Qualifikation der Beschäftigten wider.
Mit dieser F&E-Quote hat sich die Züchtung in den vergangenen Jahren in der Spitzengruppe der forschungsintensiven Wirtschaftsbereiche Deutschlands etabliert. 1993 lag sie in Deutschland noch bei 13,3 Prozent, 1998 bei 16,2 und 2003 bei 16,9 Prozent. Die Vergleichswerte für die Pharmaindustrie liegen bei etwa 15 Prozent, für die Chemische Industrie bei 7,9 Prozent.
Mit dem Einzug der Biotechnologie und Gentechnik in die Pflanzenzüchtung ergibt sich für den Züchter eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten. Pflanzen mit spezifischen Eigenschaften für den jeweiligen Markt oder für eine besondere Nutzung durch den Verbraucher können effizienter und zielgerichteter entwickelt werden. Neben hohen Investitionen für Forschung und Entwicklung im Life-Science-Bereich haben aus diesem Grund auch Unternehmen der klassischen Pflanzenzüchtung ihren Aufwand für Forschung und Entwicklung erheblich gesteigert.
Angesichts einer stetig wachsenden Weltbevölkerung, einer steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln, einer Zunahme der energetischen Nutzung von Kulturpflanzen sowie einer gleichzeitigen Verknappung natürlicher Ressourcen besteht die Notwendigkeit, ertragsstabile und qualitativ hochwertige Pflanzensorten zu produzieren.
Tabelle: Kennzahlen der privaten deutschen Pflanzenzüchtung
Zuchtgartenflächen:      3.677 ha       
Gewächshausflächen:       73.000 m2      
Laboreinrichtungen:       25       
Wissenschaftliche Arbeitskräfte:      278       
Sachbearbeiter:       1.188       
Sonstige Beschäftigte:      550       
Aufwand für Forschung und Entwicklung:       129 Mio. EUR       
F & E-Quote:       16,9 %      

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